Charles Servaty / PDG

Umsetzung der Handlungsempfehlungen, die aus der Inspektion der Krankenhäuser in der DG hervorgegangen sind


Mündliche Fragen von Charles Servaty an Minister Antonios Antoniadis zur

Umsetzung der Handlungsempfehlungen, die aus der Inspektion der Krankenhäuser in der DG hervorgegangen sind

Im Zuge der Bemühungen zur Sicherung der Krankenhausstandorte in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurde im Dezember 2014 ein Abkommen mit der Flämischen Gemeinschaft unterzeichnet, das den flämischen Dienst „Zorginspectie“ mit der Durchführung der Inspektionen in den Krankenhäusern auf dem Gebiet der DG beauftragte.
Ziel der Inspektion war und ist es, die Krankenhäuser, deren Personal und Direktionen dahingehend zu beraten, dass die Abläufe bei Behandlung und Pflege optimiert und außerdem der Schutz der Patienten erhöht werden können.
Die aus der Inspektion hervorgegangenen Handlungsempfehlungen sollten im Anschluss – ab Frühjahr 2016 – umgesetzt werden. Es ist also mittlerweile ungefähr ein Jahr ins Land gegangen, während dessen die betreffenden Akteure die Empfehlungen umsetzen konnten.

Daher lautet meine Frage:
Welche Schlussfolgerungen haben die Verantwortlichen der Krankenhäuser in der DG aus den Inspektionen gezogen und welche der Handlungsempfehlungen wurden bereits beziehungsweise werden noch in welchem Zeitraum umgesetzt?

Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales:

Die Zusammenarbeit mit den Flamen bin ich 2014 eingegangen, um die Pflege in den beiden Krankenhäusern zu verbessern. Zorginspectie verfügt über ein multidisziplinäres Expertiseteam. Für unseren Inspektionsdienst und auch für die beiden Krankenhäuser war die Zusammenarbeit eine Bereicherung. Das haben die Direktoren der beiden Häuser selbst im Ausschuss IV geäußert.
Nach der Inspektion wurden umfangreiche Umsetzungspläne mit unterschiedlichen Prioritäten erstellt.
Beiden Krankenhäusern liegt somit ein Raster von Maßnahmen vor, die innerhalb von 3, 6, 9, 12 und 18 Monaten umzusetzen sind.
Die dringenden Maßnahmen wurden bereits alle in Angriff genommen. Dies betrifft beispielsweise die Aufstockung des Krankenpflegepersonals in der Notaufnahme der Klinik St. Josef oder die Pflegedienstleitung im St. Nikolaus-Hospital.
Die Liste der Umsetzung erspare ich Ihnen. Sie haben in der entsprechenden Anhörung des Ausschuss IV Einblick in die Umsetzungspläne erhalten.
Die Maßnahmen nach 3 und 6 Monaten wurden laut Bericht größtenteils umgesetzt. Das St. Nikolaus-Hospital liegt zeitlich etwas hintendran.
Einige der Maßnahmen wurden zwar angestoßen, aber müssen weitergeführt werden. Das betrifft z.B. den Umgang mit Arzneimitteln und Hochrisikomedikamenten oder die elektronische Verordnung.
Beide Maßnahmen sind bereits in einigen Abteilungen der Krankenhäuser umgesetzt worden und werden nun progressiv auch in anderen Diensten eingeführt.
Die Berichte zu den Maßnahmen, die nach 9 Monaten umgesetzt werden müssen, unterliegen derzeit der Überprüfung durch den zuständigen Fachbereich des Ministeriums.
Ende April sollen die Berichte zu den Maßnahmen, die nach 12 Monaten umgesetzt sein müssen, eingereicht werden.
Wir werden allerdings nicht nur die Berichte konsultieren. Spätestens zum Beginn des nächsten Jahres wird gemeinsam mit den flämischen Kollegen eine weitere Inspektion vor Ort durchgeführt.
Zusammenfassend kann man festhalten, dass viele der Maßnahmen zur Verbesserung der Pflege und Erfüllung der Normen erfolgreich umgesetzt wurden. Andere müssen noch vertieft werden oder sollen in nächster Zeit angegangen werden. Eine definitive Überprüfung seitens des Ministeriums wird es spätestens Anfang nächsten Jahres geben. Danach kann man den Bericht gerne im Ausschuss IV vorstellen.

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