Marcel Strougmayer

„Arbeit ist das beste Mittel gegen Verzweiflung!“


Kommentar von Marcel Strougmayer

Arbeitslosigkeit führt zu Scham, zu finanziellen Engpässen und schlimmstenfalls zur gesellschaftlichen Isolation. Hier muss die Gemeinschaft im Rahmen ihrer Zuständigkeiten ansetzen. Das tut sie mit viel Engagement.

Es muss sich jedoch noch mehr tun!

Heute können wir bereits klar erkennen, welche Stellschrauben in Zukunft gedreht werden müssen, um zielgenaue Verbesserungen gerade für junge Menschen mit einem geringen Bildungs- und Ausbildungsniveau zu erreichen.

Darüber hinaus gibt es eine signifikante Gruppe von Personen, die aufgrund sozialer, medizinischer oder psychischer Schwierigkeiten keinen Zugang zum Arbeitsmarkt findet.

Diese Schlussfolgerung geht regelmäßig aus den Berichten und Statistiken des Arbeitsamts hervor.

Die Jugendarbeitslosenquote mag seit Jahren relativ stabil sein. Im Umkehrschluss müssen wir jedoch feststellen, dass diese Quote zwar nicht signifikant gestiegen, jedoch auch nicht gesunken ist.

Die Anpassung der Zielgruppenpolitik soll hier binnen weniger Jahre eine deutliche Verbesserung erreichen. Das ist sehr positiv zu bewerten. Zeigt dieser Umstand doch, dass die Probleme erkannt und mögliche Lösungen erarbeitet wurden.

In jedem Fall hat die DG ein vitales Interesse daran, intensiv nach weiteren Maßnahmen zu suchen, die dazu führen, dass vermehrt junge Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt finden.

Es ist jedoch nicht nur das Alter der Arbeitssuchenden, das einen negativen Einfluss auf die Vermittelbarkeit hat. Nein, auch das Bildungsniveau spielt eine entscheidende Rolle für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Hier lügen die Zahlen nicht. Betrachten wir die Ausbildungsniveaus der Arbeitslosen, dann stellen wir fest, dass Personen, die lediglich über einen Primarschulabschluss verfügen, knapp ein Fünftel der Arbeitslosen ausmachen. Personen mit einem Abschluss der Unterstufe des Sekundarschulwesens machen zirka ein Viertel aus.

Zusammen machen diese zwei Personengruppen also fast 50 Prozent der globalen Vollzeitarbeitslosenzahlen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus.

Unser Ziel muss es sein, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, insbesondere durch Freistellungen von der verpflichtenden Arbeitssuche, Aus- und Weiterbildungen zu organisieren, um den Betroffenen ein arbeitsmarktrelevantes Bildungsniveau ermöglichen zu können.

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