Jusos

„Wifi4Ostbelgien!“


Ohne Internetzugang funktioniert nicht mehr viel. Besonders als Jugendlicher ist man oft aufgeschmissen, wenn noch nicht das nötige Geld für einen großen Handyvertrag da ist. Deshalb setzen wir uns für mehr kostenloses WLAN in ostbelgischen Gemeinden ein. Vor kurzem sind wir auf eine erste Lösung gestoßen: Ein Projekt namens “Wifi4EU”. Und wir konnten es nicht lassen, direkt mal bei den Gemeinden nachzuhaken!

Mit Wifi4EU möchte die EU-Kommission „bis 2020 die wichtigsten öffentlichen Orte jedes europäischen Dorfes und jeder europäischen Stadt mit kostenlosem WLAN-Internetzugang ausstatten“, wird Jean-Claude Juncker wörtlich auf der Wifi4EU-Internetseite zitiert. Die Frage, ob dieses Ziel zeitlich realistisch ist bzw. ob die Kommission da nicht zu große Reden schwingt, lassen wir außen vor. Doch für unsere Gemeinden in Ostbelgien ist diese Initiative in erster Linie eine Chance, den Rückstand in Sachen Digitalisierung zu verringern.

Kelmis, Sankt Vith und Büllingen hatten sich schon registriert – so stand es auf der Internetseite von Wifi4EU. Wir wollen aber alle deutschsprachigen Gemeinden dazu ermutigen, sich einzuschreiben. Darum haben wir uns letzte Woche mit der Stadtratsfraktion SPplus zusammengesetzt und eine Frage für den Stadtrat formuliert. Jetzt ist das Gemeindekollegium auf das Projekt aufmerksam geworden und hat den Auftrag gegeben, Eupen zu registrieren. Die Stadt ist zwar noch nicht auf der Website von Wifi4EU zu sehen (Stand 09.04.2018), doch wir denken, dass die Registrierung von Seiten der Kommission erst geprüft wird.

Außerdem möchten wir, dass Gemeinden gleichzeitig weitere Schritte in Richtung Smart City wagen. Deswegen sehen wir eine große Chance in dem Projekt, das die EU-Kommunen ermutigen will, „eigene digitale Dienste wie elektronische Behörden- und Gesundheitsdienste sowie E-Tourismus und entsprechende Apps zu entwickeln und zu fördern“. Unter anderem schlagen wir vor, ein SMS-Parksystem und ein Online-Reservierungssystem für Termine im Rathaus einzurichten. Auch in der Entwicklung von Begleit-Apps – etwa für die verschiedenen Sportstätten oder das neue Eupener Museum – sehen wir ein enormes Potenzial.

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