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PDG-Plenarsitzung 19.04.2010
Bildung einer sogenannten Rekonversions- oder Vermittlungszelle in der DG
Stellungnahme Charles Servaty, Vorsitzender der SP-Fraktion
Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Mitglieder der Regierung,
werte Kolleginnen und Kollegen!
Als Prämisse meiner kurzen Intervention darf ich vorausschicken, dass ich voll und ganz hinter dem Vorhaben stehe, den Menschen, die arbeitslos werden zu helfen.
Junge Menschen vor der Langzeitarbeitslosigkeit zu bewahren oder ältere Arbeitnehmer, die nach einem arbeitsreichen Leben unverschuldet ihre Arbeitsstelle verlieren, wieder in Lohn und Brot zu bringen, ist eine besondere Aufgabe, derer sich alle Verantwortlichen stellen sollen.
Die Frage ist, mit welchen Mitteln man dies erreichen kann oder soll?
Im Raum steht die Schaffung einer Rekonversionszelle nach dem Modell der Wallonischen Region.
Neben den übrigen bereits bestehenden Angeboten ist auch deren Ziel eine aktive Begleitungs- und Unterstützungsmaßnahme zum Wiedereinstieg in das Berufsleben .
Man darf also geteilter Meinung sein!
Ich pflege von konkreten Fakten auszugehen und schaue mir an, was das Arbeitsamt der Deutschsprachigen Gemeinschaft in diesem Bereich anbietet.
Ich will mich kurz fassen und nur ein paar Stichworte zu den unterstützenden Maßnahmen des Arbeitsamtes geben: Persönliche Gespräche mit den Arbeitsberatern, Erstellen eines Aktionsplanes, die Begleitung des Arbeitslosen zur Aktivierung seines Suchverhaltens, Erstellen einer Jobmappe, verschiedene Trainingsmaßnahmen in mehreren Modulen, die psychologische und soziale Beratung, die Aus- und Weiterbildung beim Arbeitsamt, wertvolle Bewerbungstipps, den Treffpunkt ‚Interaktiv’, usw.
All diese Maßnahmen bietet das Arbeitsamt der DG den Arbeitssuchenden an. Diese Angebote stellen - so glaube ich sagen zu dürfen - ein ganz konkretes und attraktives Hilfspaket dar!
Mithin wäre die Rekonversionszelle eine zusätzliche Maßnahme, die meines Erachtens nur das widerspiegelt, was bereits vom Arbeitsamt geleistet wird.
Wenn es darauf ankommt, Synergien zu schaffen, sollte man daher genau überlegen, ob das bereits Bestehende nicht ausreicht, die gesteckten Ziele zu erreichen.
Denn: Dem Arbeitslosen ist es meiner Meinung nach egal, ob er zum Arbeitsberater des Arbeitsamtes oder in die Rekonversionszelle geht. Für ihn ist nur wichtig, dass ihm geholfen wird!
Charles Servaty |