MIT-REDEN MIT-WIRKEN MIT-VERANTWORTEN
Kommentar von Edmund Stoffels
Ein Kommentar von Edmund Stoffels
Meinungsumfragen: vorher und nachher !
Die Meinungsumfragen bestätigen die Ansicht, die ich im Gegensatz zu anderen Diskussionsteilnehmern vertreten habe, nämlich dass jeder frankophone Demokrat in der Lage sein muss, nach dem 13. Juni mit jedem flämischen Demokraten darüber diskutieren zu können, wie es mit Belgien weitergehen soll.
In der GE-Debatte vor der Meinungsumfrage hatte ich deutlich die Meinung vertreten, dass jede wallonische Partei sich darauf einstellen müsse, nach den Wahlen mit der NVA und Herrn De Wever über die Zukunft Belgiens Einigungen finden zu können. Die Ergebnisse der Meinungsumfrage bestätigen mich in dieser Ansicht.
Wer also vorher die NVA mit Nazi-Vergleichen traktiert hat, oder wer vor der Meinungsumfrage die Messlatte dermaßen hoch gelegt hat, dass mit der NVA keine Kompromisse zu finden sind, oder wer die NVA als früheren Kartellpartner vor die Tür gesetzt hat, und nun nach den Ergebnissen der Meinungsumfrage feststellt, mit Herrn De Wever verhandeln zu müssen, weil er unumgänglich geworden ist, der wird nach den Wahlen zwar auch mit Herrn De Wever diskutieren können, wohl aber nicht dasselbe Verhandlungsklima aufbauen können.
Das ist auch für uns als Deutschsprachige insoweit von Bedeutung, als wir durch unser Votum diejenigen stärken können, die korrekt mit der NVA verhandeln und echte Lösungen finden können, oder aber diejenigen, die vor der Meinungsumfrage ständig Öl ins institutionelle Feuer gegossen und nach der Meinungsumfrage sich eines besseren besonnen haben. Davon wiederum hängt ab, wie schnell wir uns den Fragen nach Arbeitsplätzen, Altersversorgung der Menschen, der Gesundheitspolitik – kurzum den existentiellen Fragen der Menschen widmen können.
Stoffels Edmund

