MIT-REDEN MIT-WIRKEN MIT-VERANTWORTEN
REK als Leitfaden4
15. September 2009
Gemeinschaftspolitische Erklärung der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft
Zukunft gestalten – Wege in eine innovative, nachhaltige und offene Gemeinschaft
REK als Leitfaden der Regierungsarbeit
Lebensregion DG
Zusammenleben gestalten
Das Leitbild des Regionalen Entwicklungskonzeptes wird abgerundet durch den Themenbereich Lebensregion DG. Das erste prioritäre Zukunftsprojekt „Zusammenleben gestalten“ beinhaltet die Übertragung der Zuständigkeit für Raumordung, Städtebau und Wohnungswesen, die aus Sicht der Regierung gleichermaßen als Chance und als Verpflichtung anzusehen ist. Durch den Erhalt dieses Steuerungsinstruments können zentrale Weichenstellungen für die Weiterentwicklung des Lebens- und Wirtschaftsstandortes DG im Sinne unseres Leitbildes vorgenommen werden, und zwar gleichermaßen für die stärker verdichteten als auch für die ländlichen Teile unseres Gebietes. Die Regierung wird die Übernahme dieser Zuständigkeit sehr gewissenhaft vorbereiten und beispielsweise bereits jetzt auf der Grundlage der Zielsetzungen und Prinzipien des Regionalen Entwicklungskonzeptes eine Systematik von Planungsinstrumenten erarbeiten. Hinzu kommen inhaltliche Vorgaben zur Gestaltung unserer Städte und Dörfer, die auf einer breiten Basis und unter Beteiligung der Bevölkerung erarbeitet werden.
Landschaft bewahren
Das zweite prioritäre Zukunftsprojekt in diesem Themenbereicht trägt den Titel „Landschaft bewahren“. Das Leitbild definiert die naturräumliche und kulturlandschaftliche Vielfalt als wichtigen Teil der Lebensqualität in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Diese Vielfalt ist wichtig für die Aufrechterhaltung der Attraktivität unseres Wirtschafts- und Tourismus-standortes. Strategisches Ziel ist es, Land- und Forstwirtschaft in eine zukunftsorientierte Entwicklung dieser Vielfalt einzubinden. Ein Beispiel zur Umsetzung ist dabei die stärkere Integration des Naturparks Hohes Venn–Eifel in die Arbeit der Gemeinschaft.
Ostbelgien genießen
Das dritte prioritäre Zukunftsprojekt „Ostbelgien genießen“ beinhaltet die Positionierung der Gemeinschaft als eine Genuss- und Wohlfühlregion, die mit hochwertigen Qualitätsprodukten und –angeboten ausgestattet ist. In der Kombination von Land- und Forstwirtschaft,
dem verarbeitenden Lebensmittel-Handwerk und touristischen Dienstleistern verfügt die Gemeinschaft über Strukturelemente, die eine solche Positionierung im Rahmen eines nachhaltigen Tourismus möglich machen. Ein beispielhafter Teilaspekt dieses Projektes betrifft die Neuausrichtung der Tourismusstrukturen der Gemeinschaft und die Vermarktung der Tourismus-Destination Ostbelgien in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden im Norden und im Süden der DG.
Instrumente der Umsetzung
Wie im Regionalen Entwicklungskonzept empfohlen, wird die Regierung zur Begleitung des Umsetzungsprozesses im Ministerium eine Leitungsgruppe einrichten, die über den Fortgang des Gesamtprozesses wacht, Koordinierungs- und Unterstützungsaufgaben wahrnimmt und die Erfolgskontrolle anhand der für die einzelnen Zukunftsprojekte definierten Indikatoren durchführt. Eine wichtige Aufgabe der Leitungsgruppe wird die Kommunikation über den Umsetzungsprozess und die Strukturierung der Beteiligung aller gesellschaftlichen Kräfte sein. Diese Beteiligung kann auf vielfältige Weise erfolgen, zum Beispiel durch spezifische Abkommen mit den Gemeinden, durch ein Wirtschafts-, Ausbildungs- und Beschäftigungsbündnis mit den Sozialpartnern oder etwa durch Vereinbarungen in den Geschäftsführungsverträgen mit den Dienstleistungsträgern der Gemeinschaft.
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