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Sorge um die Zukunft des Eupener Bahnhofs


Das Wort den Parteien

Sorge um die Zukunft des Eupener Bahnhofs

 

Wie kürzlich bekannt wurde, sollen die Schalter am Eupener Bahnhof künftig werktags nur noch von 7:00 bis 14:20 Uhr besetzt sein. Die Fahrgäste, die außerhalb der Öffnungszeiten ein Ticket benötigen, sollen den Automaten benutzen. Dies ist laut SNCB eine Reaktion auf eine interne Analyse, der nach nachmittags nur wenige Fahrkarten am Schalter im Eupener Bahnhof erworben werden.

Auch wenn die von der SNCB angekündigten Maßnahmen zunächst keinen Einfluss auf den Zugverkehr vom und zum Eupener Bahnhof haben sollen, so bleibt doch die Befürchtung, dass mit den neuerlichen Veränderungen nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist – für die SP ein Grund, erhöhte Wachsamkeit an den Tag zu legen.

„Diese Maßnahme zeugt erneut von der schwierigen Situation, in der sich der Eupener Bahnhof befindet. Die SP-Fraktion hat bereits mehrfach zur Achtsamkeit geraten, was die Zukunft der Anbindung der DG an das belgische und internationale Schienennetz betrifft. Zuletzt habe ich mich noch im Januar dieses Jahres mit einer Interpellation an Ministerpräsident Paasch gewendet, um Klarheit über die Zukunft der Anbindung der DG an das Schienennetz zu erhalten.“, so Charles Servaty, der SP-Fraktionsvorsitzende im PDG. Wir werden dieses Thema auch künftig nicht ruhen lassen, weil wir der festen Überzeugung sind, dass der Eupener Bahnhof ein wichtiger Standortfaktor für die DG, die hiesige Bevölkerung und auch die Unternehmen darstellt. Aus diesem Grunde muss die DG alles in Einflussbereich Stehende unternehmen, um den Bahnhof für die Zukunft abzusichern.“

Der Eupener Schöffe Werner Baumgarten (SPplus) hebt die Wichtigkeit des Bahnhofs für die Stadt Eupen hervor. „Durch den Bahnhof erreichen viele Touristen aus dem In- und Ausland unsere Stadt. Andere wiederum nutzen ihn als Startbahnhof für eine Reise durch Belgien. Diese Touristen sind nicht zuletzt ein Wirtschaftsfaktor für den hiesigen Einzelhandel.“, hebt Baumgarten hervor. Darüber hinaus kritisiert Baumgarten, dass künftig abseits der gekürzten Schalterzeiten ein Ticketkauf nur am Automaten möglich ist. Gerade für ältere Menschen sei der Umgang mit einem solchen Automaten nicht ideal.

Auch die Jusos Ostbelgien sehen in den jüngsten Entwicklungen die Gefahr negativer Auswirkungen vor allem für Studierende aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft. „Gerade junge Menschen verfügen nicht immer über ein Auto. Viele Jugendliche aus der DG, die im Landesinnern oder beispielsweise in Maastricht studieren, sind auf eine Zugverbindung angewiesen, die sie direkt an ihren Studienort bringt. Daher muss der Bahnhof in Eupen erhalten bleiben. Jetzt und auch in Zukunft!“, so Matthias Zimmermann.

Charles Servaty
Pressesprecher der SP

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