Provinz

„Zukunftssicherung der Feuerwehr ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe“


Provinzabgeordneter Ossemann wirbt für Kadettenschule

Die Feuerwehr in der Deutschsprachigen Gemeinschaft plagen Nachwuchssorgen. Darüber wurde in den vergangenen Monaten immer wieder berichtet. Damit dies nicht so bleibt, besteht noch bis zum 20. April 2018 die Möglichkeit, sich bei der Kadettenschule der Provinz Lüttich für eine Feuerwehr-Ausbildung einzuschreiben. (Unter folgendem Link kann das Einschreibeformular in deutscher Sprache aufgerufen werden: http://www.provincedeliege.be/fr/ecoledescadets)

Der SP-Provinzabgeordnete Alfred Ossemann hat sich in der Vergangenheit immer wieder für die ostbelgische Feuerwehr eingesetzt und stets auf die Wichtigkeit gut ausgebildeter und ausgerüsteter deutschsprachiger Sicherheitsdienste hingewiesen.

„Selbstredend hoffe ich, dass der Idealfall eintritt und in diesem Jahr 16 deutschsprachige Jugendliche ihre Ausbildung an der Kadettenschule in Eupen beginnen können. Die Feuerwehr muss sich für die Zukunft rüsten, um auch morgen die Sicherheit der deutschsprachigen Bevölkerung garantieren zu können. Diese Bemühungen zu unterstützen, ist in meinen Augen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, erläutert Ossemann seine Motivation.

„Ich bin mir sicher, dass es möglich ist, junge Menschen für den Einsatz im Sinne der Allgemeinheit zu begeistern. Man muss nur auf sie zugehen und gezielt um sie werben.“ Ossemann sieht ein großes Potenzial in der Information und Sensibilisierung an den ostbelgischen Schulen. „Die Kommunikation sollte von Eupen aus gesteuert werden, allein aus Sprachengründen. Die Provinz muss dann Schützenhilfe in Form von Dokumentation und Anreizen liefern. In den Schulen der DG sitzt die künftige Generation von Feuerwehrleuten. Die Zusammenarbeit muss jedoch intensiviert werden und nicht zuletzt praktikabler werden“, ist sich Ossemann sicher.

Indes sieht der SP-Provinzabgeordnete auch einen möglichen Handlungsbedarf auf struktureller Ebene. „Momentan befindet sich die Notrufzentrale in Lüttich. Wir sollten darüber reden, ob dieser Dienst nicht besser in der DG aufgehoben ist. Und wenn das schon nicht zu stemmen sein sollte, dann könnte zumindest der Einsatztisch, der mit den Deutschsprachigen besetzt ist, nach Eupen dezentralisiert werden. Technisch wie logistisch dürfte dem eigentlich nichts im Wege stehen. Über den genauen Standort einer solchen Zentrale, vielleicht sogar parallel zu einer Polizeizentrale, sollte in jedem Fall diskutiert werden“ umreißt Ossemann seine Pläne. Der SP-Politiker wird seine diesbezüglichen Bemühungen im Laufe der kommenden Wochen und Monate und im Rahmen seiner Tätigkeit auf Ebene der Provinz intensivieren.

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