Jusos

Sicherheit braucht Wertschätzung!


Beitrag der Jusos Ostbelgien zu „Das Wort den Parteien“ im Juni 2018

Egal, ob wir von sozialem Abstieg, Kriminalität, Terrorismus oder einem atomaren Supergau sprechen – unser Sicherheitsgefühl wird im Moment auf eine harte Probe gestellt. Wenn es aber mal brenzlig wird, dann sind wir alle froh, wenn bei der Notrufzentrale direkt jemand den Hörer abnimmt und uns in deutscher Sprache begrüßt. Davy Pirard von den Jusos Ostbelgien ist 22 Jahre alt und beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema Notdienstleistungen in Ostbelgien. Jetzt will der gelernte Rettungssanitäter politische Verantwortung übernehmen und tritt auf der Liste der SP Plus in Eupen bei den Kommunalwahlen an.

Davy, was bedeutet Sicherheit für dich?

Ein Mensch muss im Notfall auf Hilfe zählen können und deswegen das Gefühl haben, sich überall frei bewegen zu können. Sicherheit ist in meinen Augen also ein Stück weit Freiheit.

Für Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten bedeutet das vor allem Arbeit. Und für diese Menschen muss auch gesorgt sein! Hier steht die öffentliche Hand ganz klar in der Verantwortung. Da gibt es Baustellen! Da will ich etwas ändern! Und deshalb kandidiere ich für die Jusos bzw. die SP Plus!

Welche Maßnahmen würdest du konkret in Angriff nehmen?

Das A und O ist für mich, klare Zeichen zu setzen, um zu zeigen, dass man die Arbeit dieser Menschen wertschätzt. Dazu gehören aber nicht nur schöne Floskeln, sondern man muss auch etwas tun. Das bedeutet vernünftige Einsatzzentralen, die Förderung von deutschsprachigen Ausbildungen und natürlich von Maßnahmen zur Anwerbung von neuen Ehrenamtlichen.

Was hat dich persönlich bewegt, dich bei den Rettungsdiensten einzusetzen?

Zum Rettungsdienst bin ich gegangen, weil ich auch schon als Student in Altersheimen und bei der Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben gearbeitet habe. Als ich die Möglichkeit bekam, als Praktikant im Rettungsdienst mitzufahren, habe ich mich direkt in die Arbeit verliebt. Die Entscheidung stand fest: Ich wollte mein neues Hobby – nämlich Menschen in Not zu helfen – zum Beruf machen.

Und warum willst du dich jetzt politisch einsetzen?

Aus genau dem gleichen Grund: Ich möchte Menschen helfen! Auf politischer Ebene muss man sich intensiv mit Entscheidungen und Sachverhalten auseinandersetzen. Beim Thema Sicherheit habe ich gemerkt, dass mir genau das unglaublich viel Spaß macht. Vor allem dann, wenn man dafür sorgt, dass sich die Menschen in einer Stadt wohlfühlen!

 

Stefan Braun
Für die Jusos Ostbelgien

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